actually, I like the nzz very much, but this is an awful comment. good luck with your letter
Well, I like the NZZ also because it's got its facts straight for most of the time, and without hyperventilating so much as most of the other papers. But some of the op-eds they publish are just awful (just like the one at hand).
Dieser Kommentar ist auf fragwürdigen Fakten aufgebaut und scheint ungesetzliche Handlungen seitens der USA zumindest zu tolerieren wollen.
Im einzelnen: Die "moralisch drapierte Entrüstung" legt nahe, dass es nach der Meinung des Autors nicht wirklich um die Foltervorwürfe geht, sondern lediglich, gegen die USA zu sein. Das stimmt so nicht. Eine sehr ähnliche Entrüstung war auch spürbar im Entführungsfall Metzler in Deutschland selber.
Der Autor ist auch falsch in seiner Einschätzung, dass die Regierung Bush eine politisierte CIA auf Kurs bringen muss. Genau das Gegenteil ist der Fall: Die Regierung Bush hat versucht, wie hinreichend berichtet worden ist, die CIA auf ihre Linie zu bringen, nicht nur in der Folterdiskussion, sondern auch in der seit einigen Monaten geführten Diskussion um die nicht vorhandenen bzw. fabrizierten Beweise für den Iraq-Krieg.
Dass die europäischen Regierungen über die amerikanischen Aktivitäten auf ihren Gebiet informiert waren, ändert nichts an ihrer Verpflichtung, solche ungesetzmässigen Vorkommnissen zu verfolgen.
Ich kann desweiteren die Verteidigung des Autors der amerikanischen Verschleppraxis nicht nachvollziehen. Ein bekannter Fall war, dass ein Verdächtigter von Italien über Deutschland nach Aegypten verschleppt wurde. Wenn Italien ein Schauplatz im Anti-Terror-Krieg ist, dann ist es ganz Europa, und somit haben die Vereinigten Staaten das Recht, in ganz Europa beliebig Menschen zu entführen und in Länder zu bringen, wo weder die amerikanische Regierung noch europäische Regierungen eine Kontrolle über Haftbedingungen haben?