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I tried to do the German version word for word now and have run into some difficulties.

1. increasingly insistent news reports have made evident a wish, in some quarters, to see Tony Blair appointed the first President of the European Council.

News would be Nachrichten and reports Meldungen, but there's no such thing as a Nachrichtenmeldung. Also, I'm not sure how to do this whole "have made evident a wish, in some quarters, to see appointed" construction.

2. This appointment, were it to take place, would be in total contradiction with the values professed by the European project.

A project can't really profess something, can it?

3. Fabricated evidence

There's no word for evidence in German, a fact that I've regretted before. Beweis is too strong, Hinweis too weak and both don't mean hard facts. And "fabricated" is hard, too, "künstlich erzeugt", "gefälscht", "bewusst irreführend", "unecht", ,,falsch"?

Suggestions?

"If you know your enemies and know yourself, you will not be imperiled in a hundred battles." Sun Tzu

by Turambar (sersguenda at hotmail com) on Mon Feb 4th, 2008 at 03:41:17 AM EST
That's the way it looks now.

Petition gegen die Nominierung von Tony Blair zum Präsidenten der Europäischen Union

Wir, die europäischen Bürger jeglicher Herkunft und aller politischer Lager möchten unseren entschiedenen Widerstand gegen die Nominierung von Tony Blair zum Präsidenten des Europäischen Rates zum Ausdruck bringen.

Im Rahmen des Vertrags von Lissabon ist vorgesehen, das Amt des Vorsitzenden des Europäischen Rates einzuführen, gewählt von den Mitgliedern des Rates für maximal zwei Amtszeiten von je zweieinhalb Jahren Dauer. Laut den Bestimmungen des Vertrags führt der Präsident des Europäischen Rates ,,den Vorsitz bei den Arbeiten des Europäischen Rates und gibt ihnen Impulse" und sorgt ,,für die Vorbereitung und Kontinuität der Arbeiten des Europäischen Rates". Des Weiteren nimmt der Präsident des Europäischen Rates ,,auf seiner Ebene und in seiner Eigenschaft die Außenvertretung der Union in Angelegenheiten der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik wahr".¹

Der künftige Präsident des Europäischen Rates wird also eine Schlüsselrolle bei der Festlegung der Politik der Europäischen Union und in ihren Außenbeziehungen einnehmen. Dieser ersten Ratspräsidentschaft kommt auch ein großes symbolisches Gewicht zu, sowohl für die Bürger der Europäischen Union als auch für das Ansehen der Union in der Welt. Aus dieser Perspektive erscheint es uns wichtig, dass der erste Präsident den Geist und die Werte des europäischen Projekts verkörpert.

Seit einiger Zeit offenbaren immer hartnäckigere Meldungen den Wunsch mancher, dass Tony Blair zum ersten Präsident des Europäischen Rates ernannt wird. Diese Ernennung, sollte sie stattfinden, stünde in krassem Widerspruch zu den im europäischen Projekt erklärten Werten.

Tony Blair hat sein Land unter Verletzung internationalen Rechts an einem Krieg beteiligt, den eine große Mehrheit der europäischen Bürger ablehnte. Dieser Krieg hat Hunderttausende von Opfern gefordert, Millionen zu Flüchtlingen gemacht, trug wesentlich zur aktuellen Destabilisierung des Mittleren Ostens sowie zu einer verschärften Weltsicherheitslage bei. Um sein Land in den Krieg führen zu können, bediente er sich in systematischer Weise gefälschter Beweise und der Manipulation von Informationen. Sollte er tatsächlich zum Präsidenten ernannt werden, würde seine Rolle im Irakkrieg das Ansehen der Union in der Welt schwer belasten.

Die Maßnahmen, die die Regierung von Tony Blair getroffen hat und seine Komplizenschaft mit der Bush-Administration im Rahmen des illegalen Programms der "Sonderüberstellungen" (auch bekannt als ,,CIA- Flüge") haben zu einer beispiellose Einschränkung der Freiheiten der europäischen Bürger geführt, was im Widerspruch zu den Bestimmungen der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte steht, die integraler Bestandteil des Vertrages ist.

Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union formalisiert die Grundwerte des europäischen Projekts und ist eine der Säulen des neuen Vertrags. Tony Blair bekämpfte ihre Integration in den Vertrag von Lissabon und hat letztlich erreicht, dass die Charta im Vereinigten Königreich nicht gültig ist.

Statt die europäische Integration voranzutreiben, stemmte sich der ehemalige britische Premierminister während der Vertragsverhandlungen gegen jeden Fortschritt auf den Gebieten der Sozialpolitik, der Steuern, der gemeinsamen Verteidigung und der Außenpolitik.²

Außerdem können wir es uns nur schwer vorstellen, dass der erste Präsident des Europäischen Rates der ehemalige Chef einer Regierung sein sollte, die ihr Land an zwei Schlüsselelementen des Aufbaus Europas nicht beteiligt hat: dem Schengen-Raum des freien Personenverkehrs und der Eurozone.

Zu einer Zeit, in der es eine der Prioritäten der europäischen Institutionen ist, sich den Bürgern anzunähern, erscheint es uns als unabdingbar, dass der Präsident des Europäischen Rates eher eine Person ist, mit der sich eine Mehrheit der Bürger identifizieren kann, als eine, die von einer Mehrheit abgelehnt wird.³ Deshalb erklären wir unseren ausdrücklichen Widerstand gegen diese Nominierung.

  1. Vertrag von Lissabon, Artikel 9b, Absatz 5 und 6 (2007/C 306/01)
  2. ,,Blair sets out EU treaty demands", BBC, June 2007 ↑
  3. Table 6 in der FT/Harris Umfrage, June 2007 ↑

Link to the German Lisbon Treaty: http://bookshop.europa.eu/eubookshop/FileCache/PUBPDF/FXAC07306DEC/FXAC07306DEC_002.pdf


"If you know your enemies and know yourself, you will not be imperiled in a hundred battles." Sun Tzu
by Turambar (sersguenda at hotmail com) on Mon Feb 4th, 2008 at 03:45:03 AM EST
[ Parent ]
Okay, I approve of this message now (made some tiny edits). Put it up where it belongs.

Petition gegen die Nominierung von Tony Blair zum "Präsidenten der Europäischen Union"

Wir, die europäischen Bürger jeglicher Herkunft und aller politischer Überzeugungen möchten unseren entschiedenen Widerstand gegen die Nominierung von Tony Blair zum Präsidenten des Europäischen Rates zum Ausdruck bringen.

Im Rahmen des Vertrags von Lissabon ist vorgesehen, das Amt des Vorsitzenden des Europäischen Rates einzuführen, gewählt von den Mitgliedern des Rates für maximal zwei Amtszeiten von je zweieinhalb Jahren Dauer. Laut den Bestimmungen des Vertrags führt der Präsident des Europäischen Rates "den Vorsitz bei den Arbeiten des Europäischen Rates und gibt ihnen Impulse" und sorgt "für die Vorbereitung und Kontinuität der Arbeiten des Europäischen Rates". Des Weiteren nimmt der Präsident des Europäischen Rates "auf seiner Ebene und in seiner Eigenschaft die Außenvertretung der Union in Angelegenheiten der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik wahr".¹

Der künftige Präsident des Europäischen Rates wird also eine Schlüsselrolle bei der Festlegung der Politik der Europäischen Union und in ihren Außenbeziehungen einnehmen. Dieser ersten Ratspräsidentschaft kommt auch ein großes symbolisches Gewicht zu, sowohl für die Bürger der Europäischen Union als auch für das Ansehen der Union in der Welt. Aus dieser Perspektive erscheint es uns wichtig, dass der erste Präsident den Geist und die Werte des europäischen Projekts verkörpert.

Seit einiger Zeit offenbaren immer hartnäckigere Meldungen den Wunsch mancher, dass Tony Blair zum ersten Präsidenten des Europäischen Rates ernannt wird. Diese Ernennung, sollte sie stattfinden, stünde in krassem Widerspruch zu den Werten des europäischen Projekts.

Tony Blair hat sein Land unter Verletzung internationalen Rechts an einem Krieg beteiligt, den eine große Mehrheit der europäischen Bürger ablehnte. Dieser Krieg hat Hunderttausende von Opfern gefordert, Millionen zu Flüchtlingen gemacht und trug wesentlich zur aktuellen Destabilisierung des Mittleren Ostens sowie zu einer verschärften Weltsicherheitslage bei. Um sein Land in den Krieg führen zu können, bediente sich Blair in systematischer Weise gefälschter Beweise und der Manipulation von Informationen. Sollte er tatsächlich zum Präsidenten ernannt werden, würde seine Rolle im Irakkrieg das Ansehen der Union in der Welt schwer belasten.

Die Maßnahmen, die die Regierung von Tony Blair getroffen hat, und seine Komplizenschaft mit der Bush-Administration im Rahmen des illegalen Programms der "Sonderüberstellungen" (auch bekannt als "CIA- Flüge") haben zu einer beispiellosen Einschränkung der Freiheiten der europäischen Bürger geführt, was im Widerspruch zu den Bestimmungen der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte steht, die integraler Bestandteil des Vertrages ist.

Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union formalisiert die Grundwerte des europäischen Projekts und ist eine der Säulen des neuen Vertrags. Tony Blair bekämpfte ihre Integration in den Vertrag von Lissabon und hat letztlich erreicht, dass die Charta im Vereinigten Königreich nicht gültig ist.

Statt die europäische Integration voranzutreiben, stemmte sich der ehemalige britische Premierminister während der Vertragsverhandlungen gegen jeden Fortschritt auf den Gebieten der Sozialpolitik, der Steuern, der gemeinsamen Verteidigung und der Außenpolitik.²

Außerdem können wir uns nur schwer vorstellen, dass der erste Präsident des Europäischen Rates der ehemalige Chef einer Regierung sein sollte, die ihr Land an zwei Schlüsselelementen des Aufbaus Europas nicht beteiligt hat: dem Schengen-Raum des freien Personenverkehrs und der Eurozone.

Zu einer Zeit, in der es eine der Prioritäten der europäischen Institutionen ist, sich den Bürgern anzunähern, erscheint es uns als unabdingbar, dass der Präsident des Europäischen Rates eher eine Person ist, mit der sich eine Mehrheit der Bürger identifizieren kann, als eine, die von einer Mehrheit abgelehnt wird.³ Deshalb erklären wir unseren ausdrücklichen Widerstand gegen diese Nominierung.

  1. Vertrag von Lissabon, Artikel 9b, Absatz 5 und 6 (2007/C 306/01)
  2. "Blair sets out EU treaty demands", BBC, Juni 2007
  3. Table 6 in der FT/Harris- Umfrage, Juni 2007

Link to the German Lisbon Treaty: http://bookshop.europa.eu/eubookshop/FileCache/PUBPDF/FXAC07306DEC/FXAC07306DEC_002.pdf


"If you know your enemies and know yourself, you will not be imperiled in a hundred battles." Sun Tzu
by Turambar (sersguenda at hotmail com) on Mon Feb 4th, 2008 at 07:40:32 PM EST
[ Parent ]
Ths is a quick reply (I'm off to a meeting soon):

  1. I think the way you put it above is perfect. (I had much more trouble finding a Hungarian equivalent of that construction.)

  2. Werten des Europäischen Projekts seems okay to me.


*Lunatic*, n.
One whose delusions are out of fashion.
by DoDo on Mon Feb 4th, 2008 at 03:58:31 AM EST
[ Parent ]
How do you say "forged documents" in German?

We have discussed before the issues with the wordings "lies and manipulation" and decided to replace it with "fabricated evidence". I was thinking this morning that maybe we might just want to say "fixing the intelligence and facts around the policy" and add a footnote linking to the Downing Street Papers.

We have met the enemy, and he is us — Pogo

by Migeru (migeru at eurotrib dot com) on Mon Feb 4th, 2008 at 04:37:51 AM EST
[ Parent ]
forged = gefälscht, which I've used for now. Verfälscht (partly forged/ falsified) is another option.
I agree that "lies" isn't diplomatic, but there aren't that many ways to say it differently. Maybe "deliberate misuse/ abuse of intelligence"?

"If you know your enemies and know yourself, you will not be imperiled in a hundred battles." Sun Tzu
by Turambar (sersguenda at hotmail com) on Mon Feb 4th, 2008 at 05:02:47 AM EST
[ Parent ]
Also, re formulation "fixing the intelligence and facts around the policy" is clearly 'on record,' i.e., Downing Street Papers and has been the term widely used by mainstream media -- it is an accusation against Blair that has stuck and continues to stick.
by The3rdColumn on Mon Feb 4th, 2008 at 08:08:59 AM EST
[ Parent ]
In the Danish translation, I used the phrase 'provably forged intelligence.' 'Fabricated' evidence can be translated into either 'forged' or 'planted' evidence, and forged was what it was. The use of 'intelligence' instead of 'evidence' was to reflect the word predominantly used in the Danish "debate."

- Jake

If you only spend 20 minutes of the rest of your life on economics, go spend them here.

by JakeS (JangoSierra 'at' gmail 'dot' com) on Mon Feb 4th, 2008 at 08:49:30 AM EST
[ Parent ]
3. Your choice of "gefälschte Beweise" seems OK, maybe "frisierte Beweise" works too.

*Lunatic*, n.
One whose delusions are out of fashion.
by DoDo on Mon Feb 4th, 2008 at 04:55:36 AM EST
[ Parent ]
"frisiert" is colloquial.

Hmm, I'll ask a friend or two.

"If you know your enemies and know yourself, you will not be imperiled in a hundred battles." Sun Tzu

by Turambar (sersguenda at hotmail com) on Mon Feb 4th, 2008 at 05:08:27 AM EST
[ Parent ]

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