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It was my impression that sending Oettinger to Brussels was on one hand the neutralisation of another loose gun, on the other hand damage control for the Baden-Württenberg CDU that tanked in the federal elections. Even if Merkel 'forgot' about how Oettinger defeated Schavan in 2005, Oettingher's attemts at initiatives on the federal level over the past four years must have been a headache for Merkel. Not to mention his scandals. (For others; a short Oettinger profile in a diary one one of his scandals: Whitewashing History (or: Judging a Judge)) *Lunatic*, n. One whose delusions are out of fashion.
Oettinger - zur EU weggelobt | RP ONLINE
Oettingers Verhältnis zur Kanzlerin gilt spätestens seit seiner missglückten Trauerrede auf Hans Filbinger als getrübt. Damals versuchte er den Stuttgarter Ex-Regierungschef von dessen NS-Vergangenheit reinzuwaschen. Die CDU-Chefin zwang ihn zu einem Widerruf. Eine Karriere in Berlin war danach passé - zumal der Schwabe mit forschen Vorstößen zur Unzeit immer wieder seine eigene Partei brüskierte - etwa als er im Wahlkampf für eine höhere Mehrwertsteuer warb. Unbequem dürfte der Schwabe aber auch in der Ferne bleiben. "Der Günther wird in Brüssel nicht Merkels braver Vollstrecker", prophezeit eine langjährige politische Weggefährtin, die im EU-Parlament sitzt. Klar scheint: Oettinger will als Kommissar ohne Rücksicht auf Parteitaktik einen stramm wirtschaftsliberalen Kurs einschlagen. Notfalls auch gegen die Kanzlerin. Beim Kampf gegen das VW-Gesetz versuchte er dies schon mal - und zog den Kürzeren. Merkel schlug sich frühzeitig auf die Seite von Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff. Der verteidigte schließlich erfolgreich die Vetorechte seines Landes im VW-Aufsichtsrat gegen die Kommission und den Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche. Es kam am Ende genau andersherum. Oettinger musste Hohn und Spott ertragen.
Oettingers Verhältnis zur Kanzlerin gilt spätestens seit seiner missglückten Trauerrede auf Hans Filbinger als getrübt. Damals versuchte er den Stuttgarter Ex-Regierungschef von dessen NS-Vergangenheit reinzuwaschen. Die CDU-Chefin zwang ihn zu einem Widerruf. Eine Karriere in Berlin war danach passé - zumal der Schwabe mit forschen Vorstößen zur Unzeit immer wieder seine eigene Partei brüskierte - etwa als er im Wahlkampf für eine höhere Mehrwertsteuer warb.
Unbequem dürfte der Schwabe aber auch in der Ferne bleiben. "Der Günther wird in Brüssel nicht Merkels braver Vollstrecker", prophezeit eine langjährige politische Weggefährtin, die im EU-Parlament sitzt. Klar scheint: Oettinger will als Kommissar ohne Rücksicht auf Parteitaktik einen stramm wirtschaftsliberalen Kurs einschlagen. Notfalls auch gegen die Kanzlerin.
Beim Kampf gegen das VW-Gesetz versuchte er dies schon mal - und zog den Kürzeren. Merkel schlug sich frühzeitig auf die Seite von Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff. Der verteidigte schließlich erfolgreich die Vetorechte seines Landes im VW-Aufsichtsrat gegen die Kommission und den Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche. Es kam am Ende genau andersherum. Oettinger musste Hohn und Spott ertragen.
(Summary in English: Merkel's relationship with Oettinger took a nosedive when she had to manage his scandal created by his funeral speech for a former Nazi. This didn't improve when Oettinger took the European Commission's side against the "Volkswagen Law". While sending him to Brussels will remove Oettinger as a domestic risk factor, as Commisioner he may stay true to his marketista faith, and confront Merkel.) *Lunatic*, n. One whose delusions are out of fashion.