One 2003 study (pdf!) counts 3,112,000 inhabitants with a Muslim cultural identity, of which 2,365,120 (76%) profess a Muslim religious identity, but only 309,000 (9.9%) are organised. Even in the year after 9/11 and up to the Iraq War, the number of Friday prayer attendants is just 464,000 (14.9%), and that of daily prayers in a mosque 185,000 (5.9%) - not dissimilar to similar numbers in the 'Christian' population! Prior to 9/11, weekly attendance was about 9%, but that was down from 22% measured in a study in the middle of the nineties (see towards the end here).
We discussed another study of Muslims in Germany in April 2008; some findings: 48% never studied at a Koran school, low numbers of mosque-goers, 46 years and older is the only generation in which more went are pro-headscarf than women.
A little less informative was the multi-country study afew analysed in Europe Overrun etc.
Not unrelated is a subthread of the Terrorist thread, discussing another aspect of integratedness: the decrease of fertility.
So, this study is NOT the first of its kind; it's more that in the last six years, the media paid more attention to the paranoid images of Islamofascism-monger Islamophobes than actual sociologists. *Lunatic*, n. One whose delusions are out of fashion.
In my (limited) experience with these kind of questionnaires they are very often compound questions that then lead to this conclusion. (I hope they used some experienced sociology of religion experts in developing the questions, there are some good and long running studies on social cohesion, that also include religiosity. f.e Shell-Jugendstudie Jugendliche und ihre Religiosität 15. Shell-Jugendstudie 2006
Detlev Pollack arbeitet als vergleichender Kultursoziologe. Für ihn sind eine Vielzahl von Definitionen für Religion möglich. Die Shell-Studie folgt der religionssoziologischen Definition von Meulemann (1998), angesichts der ,,hier interessierenden, subjektiven Seite der Religion, der Religiosität." Meulemann geht davon aus, ,,dass im menschlichen Leben die religiöse Frage am stärksten herausgefordert wird, wenn es um den Umgang mit dem Tod geht" (205). Er verbindet Religion mit der möglichen Frage nach einer Weiterexistenz nach dem Tode und im Sinne einer religiösen Antwort, in der ,,Neigung auf ein Jenseits zu blicken". Setzt man darauf, ,,diesen Glauben bereits als Religiosität zu bezeichnen, wogegen einiges für Gensicke spricht (205), wäre somit das Objekt der Religiosität der Bereich jenseits der gegebenen Welt. Ein Glaube, der unter Jugendlichen relativ weit verbreitet ist und der messbar wäre, etwa in Form des Glaubens an ein Leben nach dem Tode. Nach diesem Kriterium kann man Glauben bei etwa der Hälfte bis zu zwei Dritteln der Jugendlichen nachweisen, die Ausnahme bilden Jugendliche in Ostdeutschland, ,,die nicht nur zum Christentum in Distanz stehen, sondern auch zum Glauben an dieses besagte Leben nach dem Tode." Ein Standpunkt, der für Gensicke bereits Epikur herausarbeitete in der Feststellung:,,Gewöhne dich an den Gedanken, dass der Tod uns nichts angeht." Diese Einsicht macht das sterbliche Leben genussvoll, indem sie das Verlangen nach Unsterblichkeit beseitigt. (siehe Fußnote 43 S.206) Für Gensicke erhebt das Christentum den Anspruch, vorauswirkend die diesseitige ,,Moralität" der Lebensführung von Gläubigen zu prägen, ebenso wie der Islam, was jedoch diesen religiösen Typ moralsicherer Prägung des Lebens bei Jugendlichen, heute betrifft, gelingt dies den großen Kirchen nur noch eingeschränkt. Dies hat verschiedene Gründe, die die Träger der christlichen Glaubenslehren seit längerem spüren, durch die physische und geistige Abwesenheit der jungen Leute, selbst aus den eigentlich religiösen Kreisen. Womöglich leben die Jugendlichen ,,bereits ein Zukunftsszenario vor, in dem die Kirchen letztlich auf rituelle und soziale Serviceeinrichtungen reduziert werden?" (207) Zugleich sind den Kirchen zur religiösen Durchdringung des Lebens im Laufe der Modernisierung deutliche Beschränkungen auferlegt worden, trotz der Begünstigung durch das Staatsrecht und den Kirchen wohlgesonnene politische Parteien in Deutschland (Fußnote 47,S.207). Weil ,,der Dekalog eben nicht die wesentliche Grundlage unserer Verfassung ist, sondern vielmehr die Werte der Aufklärung und die Idee der unveräußerlichen Menschenrechte" (S.207) und in der angestrebten europäischen Verfassung es keinen Gottesbezug gibt, nicht einmal einen Hinweis auf das Christentum, so der Interpret, wird in Europa auch die Bibel als Quelle von Gesetzen niemals den Stellenwert haben, wie ihn der Koran in islamischen Staaten hat. Eine Interpretation des Autors vor dem Hintergrund einer wahr zu nehmenden religiösen Durchdringung des Lebens ,,in Deutschland und Europa vor allem in den Migrationskulturen" (207). Auch mit Blick auf bewusste evangelikale Einflussnahme bei Wahlentscheidungen in den USA, sind mögliche Konflikte ernst zu nehmen, zwischen Jugendliche mit ausgeprägter Diesseitsorientierung und dem gegenüber stehenden religiösen Forderungen. Vor diesen (religions-)soziologisch und philosophischen und gesellschaftspolitischen Überlegungen versucht die Studie eine Typisierung der jugendlichen Religiosität. Dazu formuliert sie vier Gruppen unter den Stichpunkten: kirchennah Gottesgläubig, kirchenfern religiös, glaubensunsicher und kirchenfern (211).
Nach diesem Kriterium kann man Glauben bei etwa der Hälfte bis zu zwei Dritteln der Jugendlichen nachweisen, die Ausnahme bilden Jugendliche in Ostdeutschland, ,,die nicht nur zum Christentum in Distanz stehen, sondern auch zum Glauben an dieses besagte Leben nach dem Tode." Ein Standpunkt, der für Gensicke bereits Epikur herausarbeitete in der Feststellung:,,Gewöhne dich an den Gedanken, dass der Tod uns nichts angeht." Diese Einsicht macht das sterbliche Leben genussvoll, indem sie das Verlangen nach Unsterblichkeit beseitigt. (siehe Fußnote 43 S.206)
Für Gensicke erhebt das Christentum den Anspruch, vorauswirkend die diesseitige ,,Moralität" der Lebensführung von Gläubigen zu prägen, ebenso wie der Islam, was jedoch diesen religiösen Typ moralsicherer Prägung des Lebens bei Jugendlichen, heute betrifft, gelingt dies den großen Kirchen nur noch eingeschränkt. Dies hat verschiedene Gründe, die die Träger der christlichen Glaubenslehren seit längerem spüren, durch die physische und geistige Abwesenheit der jungen Leute, selbst aus den eigentlich religiösen Kreisen. Womöglich leben die Jugendlichen ,,bereits ein Zukunftsszenario vor, in dem die Kirchen letztlich auf rituelle und soziale Serviceeinrichtungen reduziert werden?" (207)
Zugleich sind den Kirchen zur religiösen Durchdringung des Lebens im Laufe der Modernisierung deutliche Beschränkungen auferlegt worden, trotz der Begünstigung durch das Staatsrecht und den Kirchen wohlgesonnene politische Parteien in Deutschland (Fußnote 47,S.207). Weil ,,der Dekalog eben nicht die wesentliche Grundlage unserer Verfassung ist, sondern vielmehr die Werte der Aufklärung und die Idee der unveräußerlichen Menschenrechte" (S.207) und in der angestrebten europäischen Verfassung es keinen Gottesbezug gibt, nicht einmal einen Hinweis auf das Christentum, so der Interpret, wird in Europa auch die Bibel als Quelle von Gesetzen niemals den Stellenwert haben, wie ihn der Koran in islamischen Staaten hat. Eine Interpretation des Autors vor dem Hintergrund einer wahr zu nehmenden religiösen Durchdringung des Lebens ,,in Deutschland und Europa vor allem in den Migrationskulturen" (207). Auch mit Blick auf bewusste evangelikale Einflussnahme bei Wahlentscheidungen in den USA, sind mögliche Konflikte ernst zu nehmen, zwischen Jugendliche mit ausgeprägter Diesseitsorientierung und dem gegenüber stehenden religiösen Forderungen.
Vor diesen (religions-)soziologisch und philosophischen und gesellschaftspolitischen Überlegungen versucht die Studie eine Typisierung der jugendlichen Religiosität. Dazu formuliert sie vier Gruppen unter den Stichpunkten: kirchennah Gottesgläubig, kirchenfern religiös, glaubensunsicher und kirchenfern (211).