#2)
The U.S. has 59 million people medically uninsured; 132 million without dental insurance; 60 million without paid sick leave; 40 million on food stamps. Everybody in the European Union has cradle-to-grave access to universal medical and a dental plan by law. The law also requires paid sick leave; paid annual leave; paid maternity leave. When you realize all of that, it becomes easy to understand why many Europeans think America has gone insane. | | #2)
Die USA haben 59 Millionen Bürger ohne Krankenversicherung, 132 Millionen ohne zahnärztliche Betreuung, 60 Millionen ohne bezahlten Krankenurlaub und 40 Millionen, die Lebensmittelmarken beziehen. Jedermann in der EU hat von der Wiege bis zum Grab zugang zu einer gesetzlichen universalen medizinischen und Zahntechnischen Versicherung. Die Gesetze also erfordern bezahlten Krankheitsurlaub, bezahlten jährlichen Urlaub und bezahlten Schwangerschaftsurlaub. Wenn man das alles überdenkt, wird es klar, dass die Europäer mutmaßen, Amerika sei verrückt geworden. |
#3)
Der Spiegel has run an interesting feature called "A Superpower in Decline," which attempts to explain to a German audience such odd phenomena as the rise of the Tea Party, without the hedging or attempts at "balance" found in mainstream U.S. media. | | #3)
Der Spiegel brachte einen interessanten Artikel mit der überschrift "Supermacht im Verfall", der versuchte, der deutschen Leserschaft solche eigenartigen Begebenheiten zu erklären, wie der Aufstieg der Tea Party, ohne die in den amerikanischen Medien üblichen Versuchen zur Ausweichung und "Balance". |
#4) On the Tea Parties: Full of Hatred: "The Tea Party, that group of white, older voters who claim that they want their country back, is angry. Fox News host Glenn Beck, a recovering alcoholic who likens Obama to Adolf Hitler, is angry. Beck doesn't quite know what he wants to be -- maybe a politician, maybe president, maybe a preacher -- and he doesn't know what he wants to do, either, or least he hasn't come up with any specific ideas or plans. But he is full of hatred." | | #4)
Über die Tea Party: Mit hass erfüllt:Die Tea Party, eine Gruppe Weisser älterer Wähler, die ihr Land zurückfordern, ist verärgert. Fox-News-Sprecher Glenn Beck, ein genesender Alkoholiker, der Obama mit Hitler verknüpft, ist zornig. Beck ist sich nicht ganz sicher was er sein will - vielleicht ein Politiker, vielleicht Präsident, vielleicht ein Prediger; und er weiss auch nicht, was zu tun. Zumindest ist er nicht mit irgendwelchen spezifischen Ideen oder Plänen hervorgetreten. Aber er ist mit Hass erfüllt. |
#5)
The piece continues with the sobering assessment that America's actual unemployment rate isn't really 10 percent, but close to 20 percent when we factor in the number of people who have stopped looking for work. | | #5)
Der Artikel fährt mit der ernüchternden Feststellung fort, dass Amerikas aktuelle Arbeitslosenrate nicht wirklich 10 Prozent ist, sondern näher an 20 Prozent, wenn man die Bürger miteinkalkuliert, die aufgehört haben nach Arbeit zu suchen. |
#6)
Some social scientists think that making sure large-scale crime or fascism never takes root in Europe again requires a taxpayer investment in a strong social safety net. Can we learn from Europe? Isn't it better to invest in a social safety net than in a large criminal justice system? (In America over 2 million people are incarcerated.) | | #6)
Einige Sozialwissenschaftler denken, um sicher zu gehen, dass große Verbrechen oder Faschismus in Europa niemals wieder Fuß fassen, ist eine Investition des Steuerzahlers in ein starkes Sozialnetz erforderlich. Können wir von Europa lernen? Ist es nicht besser, in ein Soziales Netz als in ein gröeßeres Justizwesen zu investieren? (In Amerika sind über 2 Millionen Menschen inhaftiert.) |
#7)
Jobless Benefits That Never Run Out
Unlike here, in Germany jobless benefits never run out. Not only that -- as part of their social safety net, all job seekers continue to be medically insured, as are their families. | | #7)
Arbeitslosenunterstützung die nicht ausgeht
Im Gegensatz zur Situation hier (in Amerika), läuft die Arbeitslosenunterstützung in Deutschland nie aus. Nicht nur das, als ein Teil des sozialen Sicherheitsnetzes sind alle Arbeitsuchenden Krankenversichert, wie auch ihre Familien. |
#8)
In the German jobless benefit system, when "jobless benefit 1" runs out, "jobless benefit 2," also known as Hartz-IV, kicks in. That one never gets cut off. The jobless also have contributions made for their pensions. They receive other types of insurance coverage from the state. As you can imagine, the estimated 2 million unemployed Americans who almost had no benefits this Christmas seems a particular horror show to Europeans, made worse by the fact that the U.S. government does not provide any medical insurance to American unemployment recipients. Europeans routinely recoil at that in disbelief and disgust. | | #8)
Im Deutschen Arbeitslosenunterstützungssystem springt nach Ablauf der Arbeitslosenunterstützung 1 das System II, bekannt als Hartz-IV, an. Dieses wird nie abgebrochen. Auch die Rentenbeiträge der Arbeitslosen werden weiter geführt und beglichen. Andere Arten von Versicherungen werden zusätzlich vom Staat gedeckt. Wie Sie sich vorstellen können, die ungefähr 2 Millionen arbeitslosen Amerikaner, die zu Weihnachten fast ohne irgendwelche Unterstützung dastanden, bedeuten für Europäer ein Bild des Schreckens, noch verstärkt durch die Tatsache, dass die USA garkeine Krankenversicherung für Arbeitslose anbietet. Europäer in der Gesamtheit schrecken in Unglauben und Abscheu vor diesen Bedingungen zurück. |
#9)
In another piece the Spiegel magazine steps away from statistics and tells the story of Pam Brown, who personifies what is coming to be known as the Nouveau American poor. Pam Brown was a former executive assistant on Wall Street, and her shocking decline has become part of the American story: | | #9)
In einer anderen Veröffentlichung weicht das Spiegel.Magazin von Statistiken ab, und erzählt die Geschichte von Pam Brown, die einer als Noveau Poor (Neu-Armen) bekannten Gruppe von Amerikanern angehört. Pam Brown war früher eine Vorstandsassistentin an der Wall Street und ihr erschreckender Untergang ist ein Teil der amerikanischen Geschichte: |
#10)
American society is breaking apart. Millions of people have lost their jobs and fallen into poverty. Among them, for the first time, are many middle-class families. Meet Pam Brown from New York, whose life changed overnight. The crisis caught her unprepared. "It was horrible," Pam Brown remembers. "Overnight I found myself on the wrong side of the fence. It never occurred to me that something like this could happen to me. I got very depressed." | | #10)
Die amerikanische Gesellschaft bricht auseinander: Millionen Bürger haben durch die Rezession ihren Job verloren und verarmen, unter ihnen viele Mittelschichtfamilien. Die New Yorkerin Pam Brown hat den Absturz erlebt - über Nacht veränderte sich ihr Leben komplett. Auf den Schock war sie nicht vorbereitet. "Es war entsetzlich", erinnert sich Pam Brown. "Über Nacht fand ich mich auf der falschen Seite des Lebens wieder. Dass mir so was passieren könnte, hätte ich mir nie träumen lassen. Ich bin in eine tiefe Depression gestürzt." |
#11)
Brown sits in a cheap diner on West 14th Street in Manhattan, stirring her $1.35 coffee. That's all she orders -- it's too late for breakfast and too early for lunch. She also needs to save money. Until early 2009, Brown worked as an executive assistant on Wall Street, earning more than $80,000 a year, living in a six-bedroom house with her three sons. Today, she's long-term unemployed and has to make do with a tiny one-bedroom in the Bronx. | | #11)
Brown sitzt im einem Billigrestaurant an der 14. Straße und rührt in ihrem Kaffee für 1,35 Dollar. Mehr bestellt sie nicht - es ist zu spät fürs Frühstück und zu früh fürs Mittagessen. Sparen muss sie sowieso. Bis Anfang 2009 arbeitete Brown noch als Vorstandsassistentin an der Wall Street, verdiente mehr als 80.000 Dollar im Jahr und wohnte mit ihren drei Söhnen in einer Sieben-Zimmer-Wohnung. Heute ist sie langzeitarbeitslos, muss in einem winzigen Apartment in der New Yorker Bronx hausen und ist nur mit viel Glück nicht obdachlos. |
#12)
It's important to note that no country in the European Union uses food stamps in order to humiliate its disadvantaged citizens in the grocery checkout line. Even worse is the fact that even the humbling food stamp allotment may not provide enough food for America's jobless families. So it is on a reoccurring basis that some of these families report eating out of garbage cans to the European media. | | #12)
Es ist Wichtig anzumerken, dass kein Land in der EU Lebensmittelmarken benutzt und damit seine bedüftigen Bürger an der Kasse demütigt. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass selbst die bescheidenen Lebensmittelmarken nicht genug Nahrung für arbeitslose Familien ermöglichen. So kommt es in wiederholten Fällen dazu, dass einige dieser Familien den europäischen Medien berichten, dass sie ihr Essen aus Abfalltonnen beziehen. |
#13)
For Pam Brown, last winter was the worst. One day she ran out of food completely and had to go through trash cans. She fell into a deep depression ... For many, like Brown, the downfall is a Kafkaesque odyssey, a humiliation hard to comprehend. Help is not in sight: their government and their society have abandoned them. | | #13)
Für Pam Brown war der letzte Winter das Schlimmste. Eines Tages hatte sie keine Lebensmittelmarken mehr, und musste durch Abfalltonnen wühlen. Sie fiel in eine tiefe Depression ... Für viele wie Brown ist der Niedergang wie eine kafkaeske Odyssee; eine schwer zu verstehende Demütigung. Hilfe steht nicht in Aussicht; ihre Regierung und ihre Gesellschaft haben sie fallen gelassen. |
#14)
Pam Brown and her children were disturbingly, indeed incomprehensibly, allowed to fall straight to the bottom. The richest country in the world becomes morally bankrupt when someone like Pam Brown and her children have to pick through trash to eat, abandoned with a callous disregard by the American government. People like Brown have found themselves dispossessed due to the robber baron actions of the Wall Street elite. | |
#14)
Auf beunruhigende, ja unbegreifliche weise wurde zugelassen, dass Pam Brown geradezu in den Boden stürzte.
Das reichste Land der Erde erklärt moralischen Bankrott, wenn jemand wie Pam Brown und ihre Kinder durch Abfall wühlen müssen um zu essen, verlassen durch herzlose Nichtbeachtung der amerikanischen Regierung. Menschen wie Brown fanden sich durch die Raubritteraktionen der Wall-Street-Elite enteignet. |
#15)
Hunger in the Land of the Big Mac
A shocking headline from Swiss newspaper Berner Zeitung reads Hunger in the Land of the Big Mac. Though the article is in German, the pictures are worth 1,000 words and need no translation. Given the fact that the Swiss virtually eliminated hunger, how do we as Americans think they will view these pictures, to which the American population has apparently been desensitized. | | #15)
Hunger im Land des Big Mac
Eine Schockierende Schlagzeile der Berner Zeitung lautet: Hunger im Land des Big Mac. Obwohl der Artikel in Deutsch ist, sprechen die Bilder tausend Worte und bedürfen keiner Übersetzung. Die Tatsache gegeben, dass die Schweizer praktisch Hunger besiegten, wie denken wir, als Amerikaner, werden sie diese Bilder, denen gegenüber die amerikanische Bevölkerung offensichtlich empfindungslos ist, betrachten? |
#16)
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The above appears to be a picture of two mothers collecting food boxes from the charity Feed the Children. | | Das Obige scheint das Bild zweier Mütter, die augenscheinlich Lebensmittelpakete von der Wohlfahrtsorganisation "Feed the Children" abholen, zu sein. |
#17)
Perhaps the only way for us to remember what we really look like in America is to see ourselves through the eyes of others. While it is true that we can all be proud Americans, surely we don't have to be proud of the broken American social safety net. Surely we can do better than that. Can a European style social safety net rescue the American working and middle classes from GOP and Tea Party warfare? | | #17)
Vielleicht der einzige Weg, uns zu erinnern, wie wir in Amerika wirklich aussehen, ist uns selbst durch die Augen anderer zu sehen. Obwohl es Wahr ist, dass wir alle stolze Amerikaner sein können, kann man sicherlich nicht auf das zerrissene Sozialnetz stolz sein. Mit Sicherheit können wir mehr tun. Kann ein nach europäischen Muster geformtes Sozialnetz die amerikanische Arbeiterschaft und Mittelklasse vor dem Krieg zwischen der GOP (Grand Old Party = Republikaner) und der Tea Party retten? |
. Employing foreign language media, we communicate with progressives both in America and around the world.