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"Björn Höcke dreht Hitler-Foto auf seinem Nachttisch um." Diese Schlagzeile stammt - man ahnt es fast - aus dem Online-Satiremagazin Der Postillon . Anfang März 2017 machten sich die Internet-Spötter in Wort und Bild über den AfD-Rechtsaußen lustig. "Du machst mir nichts als Ärger", lässt der Postillon Höcke zum Foto auf seinem Nachttisch sagen. Der reale Höcke hatte kurz zuvor dem Wall Street Journal ein Interview gegeben, in dem er über den Massenmörder Folgendes sagte: "Wissen Sie, das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt ... Wir wissen aber natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt. Und dass es viele Grautöne gibt." Grautöne? Bei Hitler? Der Postillon spießte das genüsslich-satirisch auf.

Ein 27-jähriger Musiker aus München fand die Persiflage so gelungen, dass er ihr ein "Like" auf Facebook gab. Das wiederum gefiel dem Staatsschutz der Münchner Polizei überhaupt nicht: Bierernst monierte der ermittelnde Kriminaloberkommissar, das gehe ja nun überhaupt nicht, das mit dem Hitlerbild. Die Sache bekam ein Aktenzeichen. Und weil es sich bei dem "Like"-Klick für den Postillon-Hitler um einen möglichen Verstoß gegen den Paragrafen 86a des Strafgesetzbuches ("Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen") handelt, leitete der Beamte den Vorgang an die Kollegen vom Kommissariat 44 weiter.

by gk (gk (gk quattro due due sette @gmail.com)) on Thu Sep 13th, 2018 at 03:40:54 PM EST
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